5. Dezember 2017

Lebens-Trubel

Bei uns ist vieles neu und es geht noch trubeliger zu als sonst: Eine Erstklässlerin, ein neues Kindergartenkind, unzählige neue Gesichter und Namen, Vorbereitungen für Schulbasar, Adventsgärtlein, Nikolaus. Basteln, Backen, Elternabende, Arzttermine, dazwischen eine Woche Krankenhaus für unsere Jüngste (fast wieder vergessen - zum Glück), Freunde treffen, Konflikte klären, Zeit füreinander finden (spätabends, wenn endlich mal Ruhe im Haus ist), zum Yoga gehen - wenigstens jede zweite Woche. Dazwischen Haushalt, Arbeit, Weihnachtsfeiern...... Ihr kenn das. Herbst und Advent sind bei uns immer die bewegtesten Jahreszeiten. 

Gestern saß ich etwas außer Atem und wohl auch leise klagend bei meiner Schwiegermutter. Da wurde sie still und sagte schließlich, ja, sie erinnere sich und es seien wilde, volle und anstrengende Jahre. Aber nun, da sie vorbei sind, vermisse sie sie doch.

Jetzt versuche ich wieder achtsamer für die schönen Momente in all diesem Trubel zu sein - er ist unser Leben.

Herzlichst, Lena

Handschuhmuster: Simple Autumn Mittens
(Kostenfreies Strickmuster - ich stricke ein Rapport, 
bevor ich für den Daumen zunehme)
Garn: De Rerum Natura Ulysse



verlinkt mit creadienstag


Kommentare:

  1. Deine Schwiegermutter hat Recht. Ich kann es bestätigen, dass man sie vermisst, die Zeiten als junge Mutter, in denen so wenig zeit für einen selbst blieb. Aber die Leere anschließend war manchmal so bitter. Ich habe sie mit intensivem Arbeiten gefüllt und mich dabei erst recht verloren. Und jetzt trubelt mich der alt gewordene Gefährte durcheinander. Das Leben will gelebt werden. Schau zu, dass du auch bei dir bleiben kannst.
    Herzlichst
    Astrid

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    1. Danke, liebe Astrid, ja, das bei sich bleiben ist manchmal schwer, wenn man sich so vom Leben ablenken lässt und doch ist es so wichtig. Alles Liebe, Lena

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  2. Liebe Lena,
    über Deinen Kommentar bei mir bin ich über Deinen Blog "gestolpert" - ach was, der ist mir heute morgen geschenkt worden. Ich freu' mich an Deinen Texten, Gedanken und Bildern.
    Die Zeit mit den Kindern ist geschenkte Zeit und der viele Trubel gehört - seit meine Jungs mehr und länger in der Schule sind, hat sich der Trubel auf die Abende und das Wochenende verlagert - aber wir genießen es trotz mancher innerlicher Seufzer sehr!! Ich denke auch, dass es in ein paar Jahren sehr ruhig wird und ob ich das dann mag?
    Liebe Grüße, eine frohe Adventszeit!
    Ines

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    1. Liebe Ines, ja, 'ruhig' kann ich mir derzeit kaum noch vorstellen ;-) und gleichzeitig freue ich mich auf mehr Zeit für Bücher, Spaziergänge, Gespräche, Zeit mit meinem Mann. Ob mir in diese 'Ruhe' dann der Trubel fehlen wird, wer weiß.... Immer wieder versuche ich das was gerade ist zu leben und dazu ja zu sagen. Liebe Grüße von Lena

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  3. deine zauberhafte bilder zeigen dass es dir doch gelingt zeit für stricken zu nehmen und das finde ich prima !

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    1. Ja, liebe Monique :-) Strickzeit schaffe ich mir immer :-)

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  4. Ja, trubelig geht es auch bei uns zu, das verstehe ich gut und höre mich auch immer wieder einmal klagen darüber... Aber der Satz Deiner Schwiegermutter stimmt und lässt mich gleich wieder mehr wert schätzen, was um mich herum an Schönem gerade da ist.
    Außerdem bekomme ich sofort Lust, Handschuhe zu stricken, wenn ich Deine Fotos sehe!

    Liebe Grüße an Dich,
    Helga

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    1. Ja, liebe Helga, mich hat es ja auch so nachdenklich gestimmt. Ich denke, alles hat seine Berechtigung - auch dass man mal zur Decke schaut, wenn's wieder gar zu stürmisch zu geht ;-)

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  5. Achtsamkeit, nicht nur im Advent wichtig!
    und deine Handschuhe gefallen mir seeehr !

    lieben Gruß
    Uta

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  6. Hier ist auch dauernd Gewusel. ;) Ich finde das großartig und momentan genau richtig, auch wenn es mir manchmal natürlich auf die Nerven geht, so wie alles einem mal auf die Nerven geht. Bei uns ists aber natürlich mit nur einem Kind nicht ansatzweise so wuselig wie bei vielen anderen - viele Freundinnen mit zwei oder gar mehr Kindern bewundere ich sehr dafür, wie sie das alles gewuppt kriegen, und einige von ihnen sogar mit allermeistens guter Laune.

    Eine Woche Krankenhaus klingt aber lange, gut, dass es hinter euch liegt und offenbar gut vergessbar ist!

    Liebe Grüße
    Maike
    Meine Mutter übrigens vermisst es nicht und ist auch nicht wehmütig, sie hat, wie sie es nennt, einen ausgeprägten "Gegenwartsfokus". Wie ein Hund oder eine Katze, immer genau im Hier und Jetzt und nirgendwo anders. Inklusive Stoßseufzer, wenn mal etwas doof ist - das gehört auch dazu. ;)

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    1. Liebe Meike, ein 'Gegenwartsfokus' ist sehr gesund - den versuche ich auch immer zu behalten :-) Liebe Grüße!

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  7. Liebe Lena, zufällig habe ich deinen Blog im vergangenen Jahr gefunden und mich von deiner Geborgenheit-Geschichte sehr berührt gefühlt. Heute habe ich endlich wieder hierher gefunden (und merke mir deinen Blog nun aber ganz sicher :-)
    Deine kleinen Alltagsgeschichten mit dem so liebevollen Blick auf die positiven und achtsamen Momente im Leben sind wunderschön zu lesen und machen Mut, dass es durchaus noch mehr Menschen gibt, denen diese Dinge wichtig sind. Danke dafür! Und auch für die herrlichen Fotos und die wunderbaren Puppenbilder! Großes Kompliment!!! (Schade, dass meine beiden Kinder schon groß sind und ein Enkelchen leider noch so gar nicht in Sicht ist :-) Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, und vielleicht kann ich dann doch einmal auf das wunderbare Puppenangebot zurückkommen.
    Ich wünsche dir und deiner Familie ein recht schönes Weihnachtsfest und für das neue Jahr weiter so viele wunderbare Ideen!
    Liebe Grüße Steffi

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